Brot und Spiele #Salatbar&Doko

Tante Münze und Münzgarten präsentieren: Brot und Spiele

Diesen Sonntag (12.7.15) ab 16 Uhr im Münzgarten

Fantastische Salatbar garniert mit Doppelkopf.

Wir freuen uns auf Euch :)

PS.: der Salat wird im Münzgarten frisch gerupft. Restzutaten bitte selber mitbringen. Getränke gibts wie immer gegen Spende!

 

Zoom-Out-Veranstaltung: Kritik der Lebensmitteltafeln

Vortrag und Diskussion mit Svenja Fischbach, Master-Absolventin der Sozialen Arbeit

Veranstaltung der Tante Münze am Freitag 12.12.2014 19h im koZe Kollektivem Zentrum in der Norderstraße 65/Münzviertel

taz-Artikel über die Forschungsarbeit von Svenja Fischbach

Tafelarbeit wird als ehrenwerter Einsatz für die „Ärmsten“ von der Politik gefeiert und mit Preisen überschüttet.  Dies ist nur logisch, denn: Sie springt dort ein, wo durch den Abbau des Sozialstaats Not entsteht und beruhigt das Gewissen der Verantwortlichen. Armut bleibt damit ein privates Problem und wird in der Öffentlichkeit nicht skandalisiert. Das trägt zur Stabilisierung gesellschaftlicher Verhältnisse bei und ändert nichts an der herrschenden sozialen Ungleichheit und der sich ausbreitenden Armut. Wir wollen vor diesem Hintergrund betrachten, was es für die Nutzenden heißt zu einer Tafel gehen zu müssen: Schamgefühle, Diskriminierung und den Verlust der Selbstbestimmung.

Tafel1

Tafel2

Tante Münze Geburtstag am Donnerstag 16.10.2014

ab 20h (ehem. KITA, Norderstraße 65)

Aufgrund der fehlenden Räume zum 3-jährigen Jubiläum feiern wir nun schon fast unser vierjähriges! Es wird Kaltgetränke und Schnittchen gegen Spende und ein kleines Rahmenprogramm geben. Das gemütliche Zusammensein soll aber im Vordergrund stehen.

TanteGEb

 

Zoom-Out am 02.10.2014 Zwischennutzung erreicht!

Datum: 02.10.2014 Beginn: 20h

Ort: Tante Münze, Norderstraße 65, ehem. KITA, Münzviertel

Ein Erfahrungsbericht von Akteur_innen der Tante Münze.

Vom Kampf gegen Lügen, Betrügen und Ignoranz.

Neben kreativen politischen Aktionen ist es notwendig sich auch auf der formal bürokratischen Ebene zu bewegen und politisch zu agieren, um Zwischennutzungen zu erreichen. Wir erzählen von unseren Herausforderungen und Problemen und zeigen mögliche Lösungsansätze. Wir berichten von der zielführenden Einbindung anderer Akteur_innen wie Politik oder Presse und möchten zukünftige Strategien mit euch diskutieren.

ZoomOut - 02.10.2014_1

ZoomOut - 02.10.2014_2

 

 

 

Video von HH-Mittendrin zur Besetzung am 12.07.14

Video

 

Presseschau zur Besetzung am Schultzweg 12.07.14

Hamburger Abendblatt

NDR

HH-Mittendrin

taz

MOPO

Die Welt

Radio Hamburg

indymedia

Hauptsache Leerstand.

Eine spontane Stellungnahme der Tante Münze und der Radküche aus aktuellem Anlass. Ergänzungen folgen.

Seit Sommer 2013 stehen die Gebäude der ehemaligen Gehörlosenschule am Schultzweg unterhalb des Hühnerpostens komplett leer und der Abriss ist bereits beschlossen. Zu dem Gelände gehören Schulgebäude, eine Turnhalle und ein ehemaliges KITA-Gebäude. Es wurde dem Investor Hanseatische Bau Konzept GmbH & Co. KG (HBK) vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) an Hand gegeben.

Der LIG verwaltet im Auftrag der Finanzbehörde eine Vielzahl öffentlicher Grundstücke und Immobilien. Die Anwohner_innen bemühen sich schon länger um eine Zwischennutzung des Leerstands. Dazu gehören eine Food-Coop, eine Fahrradselbsthilfewerkstatt, ein Fußballverein, die Stadtteilinitiative u.v.m. Das Engagement dieser Gruppen ist ein beständiger Motor der Entwicklung und seit Jahren elementarer Bestandteil des nachbarschaftlichen Zusammenhalts im Quartier. Gefordert wird eine Öffnung des ehemaligen KITA-Gebäudes für die Initiativen, sowie des Schulhofes und der Turnhalle als Spiel- bzw. Sportgelände.

In dem Versuch eine Zwischennutzung der Räume zu erlangen, finden sich die Anwohner_innen in einem undurchsichtigen Prozess der Behörden wieder. Es entsteht der Eindruck, dass unter allen Umständen eine Zwischennutzung verhindert werden soll.

Die Chronologie fadenscheiniger Ausreden und Widersprüche:

Oktober 2013
Das Quartier thematisiert im Quartiersbeirat eine Zwischennutzung. Der Quartiersbeirat beschließt eine Empfehlung für eine Zwischennutzung in der ehemaligen Gehörlosenschule.

Herbst 2013
Nachdem die Zuständigkeit des LIG nach längeren Recherchen bekannt wird, verweist dieser auf die  Zuständigkeit der HBK. Außerdem untersagt der LIG eine Wiedereröffnung der Turnhalle.

16.12.2013
Der Geschäftsführer der HBK äußert im Quartiersbeirat seine grundsätzliche Unterstützung für eine Zwischennutzung. Gleichzeitig verweist er auf die Zuständigkeit des LIG, der nach wie vor Eigentümer des Geländes ist.

11.02.2014
Eine erneute Anfrage der Initiativen zur Zwischennutzung wird telefonisch von der LIG abgelehnt: Angst vor Vandalismus, zu hoher Aufwand für das Wiederanschließen von Strom und Heizung. Strom und Heizung wurden allerdings nie abgestellt. Eidesstattliche Erklärungen werden von den Initiativen eingeholt und die Funktionsfähigkeit an den LIG kommuniziert. Zudem: Verrückt! Es ist doch allgemein bekannt, dass das Wiederbeleben eines Gebäudes Vandalismus gerade verhindern.

25.02.2014
Diese Erkenntnis hat sich offensichtlich auch beim LIG herumgesprochen. Der Bitte um eine schriftliche Begründung der Absage wird gegenüber den Initiativen zwar nicht nachgekommen, in einer Stellungnahme des LIG auf eine Anfrage der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte wird einer Zwischennutzung jedoch eine schriftliche Absage erteilt. Plötzlich ist eine Zwischennutzung nicht erforderlich, weil die Belebung des Schulgeländes durch parkende Autos ausreichend ist, um Vandalismus zu verhindern. Ein ortsansässiges Unternehmen hat es offensichtlich einfacher vom LIG eine Nutzungserlaubnis zu bekommen, denn Teile des Schulhofs werden als Parkplatz genutzt. Dem LIG mangelt es nicht an Kreativität Gründe zu konstruieren. Im Rahmen der Stellungnahme wird auch auf Kampfmittelsondierungen verwiesen, die auf dem Gelände durchgeführt würden. Und die parkenden Autos des ortsansässigen Unternehmens sind bei den Kampfmittelsondierungen… wo?

15.04.2014
Nachdem die Empfehlungen des Quartiersbeirats von September 2013 verspätet vom Fachamt SL in die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte eingereicht wurde, kommt es erst im April zu einer schriftlichen Stellungnahme des LIG, die eine Zwischennutzung aufgrund von Kampfmittelsondierungen und verkehrsrechtlichen Problemen (weil der Parkplatz vermietet ist) ablehnt. Außerdem sei eine weitere Vermietung nicht notwendig, weil durch den Parkplatz, der das Gebäude nach außen hin belebe, die Gefahr von Vandalismus bereits eingeschränkt sei.

08.05.2014
An diesem Tag findet im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirk Mitte ein Treffen zur Neubebauung des Geländes statt. Der LIG versucht zunächst eine Zwischennutzung mit dem abermaligen Verweis auf den abgestellten Strom und Wasser zu unterbinden. Nachdem die Initiativen mit eidesstattlichen Erklärungen belegen, dass in dem Gebäude Strom, Heizung und Wasser nicht abgestellt sind, wird gemeinsam mit Vertreter_innen der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, dem Münzviertel, der HBK, der Stadt Hamburg und der LIG beschlossen, einen Ortstermin zu vereinbaren, um eine Zwischennutzung neu zu verhandeln.

12.05.2014
Auf eine Mail der Initiativen mit der Bitte um einen Ortstermin antwortet der LIG nicht.

24.06.2014
Erst nachdem darauf hingewiesen wird, dass das Quartier Münzviertel beim nächsten Treffen im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung am 04.07.2014 die Zwischennutzung erneut thematisieren wird, reagierte der LIG. Angeboten wird nun eine Zwischennutzung!…für 6,95€/m² inklusive Betriebskosten.

Die seit fast einem Jahr von der LIG vorgelegten Gründe gegen eine Zwischennutzung spielen plötzlich keine Rolle mehr. Die Initiativen im Münzviertel leisten ehrenamtliche Arbeit für das Gemeinwesen und sind nicht bereit Miete für ein Gebäude zu zahlen, dass dem Gemeinwesen gehört und dessen Abmietung bereits vollzogen ist. Eine wirtschaftliche Nutzung des Objekts ist von den Behörden überhaupt nicht mehr vorgesehen, vielmehr beschränkt sich der Wert des Anlagevermögens auf seinen Wert als Grundstück. Die Initiativen sind bereit die Betriebskosten zu zahlen – und zwar in dem Umfang wie sie tatsächlich anfallen. Die Chronik gibt wieder, wie Hamburger Behörden mit Zwischennutzungen umgehen: Verzögern, vertrösten,  Gründe konstruieren, Leerstand sicherstellen, gemeinwesenorientierte Arbeit torpedieren.

Der Food-Coop Tante Münze und die Fahrradselbsthilfewerkstatt RadKüche solidarisieren sich mit den Besetzer_innen der Gehörlosenschule. Die Räumung des Schulgebäudes lehnen wir ab. Wir hätten die Räume gerne mit anderen Initiativen genutzt – und das nicht erst seit gestern.

Gezeichnet
Radküche
Tante Münze

Videodokumentation zur Raumnahme-Auftaktveranstaltung ist online

Viel Spaß beim Anschauen der Videodokumentation der Veranstaltung am Freitag, den 13.06.2014:

http://youtu.be/1na7ZErlf-M

Veranstaltungen im Rahmen der Solidarischen Raumnahme

22. Juni 2014 || ab 14 Uhr Umsonstfest

mit Musik, Essen & Trinken, Umsonstflohmarkt, Cryptoparty, Kinderprogramm…

veranstaltet von AK Lokale Ökonomie und Freund_innen des Centro Sociale e.V. Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 Hamburg

http://www.centrosociale.de/2014-06-22/umsonstfest-2014

24. Juni || 21.00 Uhr
Film- und Diskussionsabend

Über den Kampf der Obdachlosenbewegung in Rio de Janeiro mit dem brasilianischen Dokumentarfilm „Atras da Porta“ (2010)
Wagenplatz Zomia, Max-Brauer-Allee 220, 22765 Hamburg

Presseschau zum Start der Raumnahme-Kampagne am 13.06.2104

Mopo 13. Juni

“Gegen hohe Mieten und Leerstand: Bambule in der HafenCity” Von Geli Tangermann

http://www.mopo.de/nachrichten/bunter-protest-gegen-hohe-mieten-und-leerstand–bambule-in-der-hafencity,5067140,27481666.html

NDR Hamburg 13. Juni

“Nebenkosten und sonst nichts!”

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Soziale-Initiativen-fordern-kostenfreie-Raeume,solidarischeraumnahme100.html

HH-Mittendrin 13. Juni

Solidarität statt Profite: Gemeinnützige Projekte starten Kampagne Von Vanessa Kleinwächter

http://hh-mittendrin.de/2014/06/solidaritaet-statt-profite-gemeinnuetzige-projekte-starten-kampagne/

Abendblatt 14. Juni

“Stadtteilinitiativen verlangen mietfreie Flächen” Von Joachim Mischke

http://mobil.abendblatt.de/hamburg/article129068473/Stadtteilinitiativen-verlangen-mietfreie-Flaechen.html?cid=hamburg